Karriere Logo von der-perfekte-weg.de Wurden Sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, ist die erste Hürde im Kampf um die Arbeitsstelle genommen. Ihre Bewerbung kam dann gut an; nun gilt es, diesen ersten guten Eindruck zu bestätigen. Ganz wichtig ist es, sich umfassend auf das Vorstellungsgespräch vorzubereiten. Eventuelle Fragen, die auftauchen könnten, sollten schon im Vorfeld geklärt werden. Grundsätzlich ist der erste Eindruck entscheidend; dementsprechend viel Augenmerk sollten Sie auf ihre Garderobe legen. Diese sollte natürlich zu der entsprechenden Arbeitsstelle passen. Wer sich für einen Job im Büro bewirbt, sollte auf klassische Kleidung setzen. Bei Frauen ist da ein Kostüm oder Hosenanzug angebracht; Männer können gern im Anzug erscheinen. Jeans kommen in der Regel nicht so gut an. Bewirbt man sich allerdings für einen eher unkonventionellen Job, darf die Kleidung ruhig etwas auffälliger sein. Wer sich beispielsweise für einen Job als Türsteher oder Bardame in einer Disco bewirbt, wird wohl kaum im Anzug auftauchen. Es versteht sich von selbst, dass Sie zum Vorstellungsgespräch pünktlich erscheinen. Im Zweifelsfall fahren Sie die Strecke ruhig vorher einmal ab beziehungsweise checken Sie die Bus- oder Bahnfahrpläne. Kommen Sie ruhig etwas vor dem vereinbarten Termin zum Gespräch; mehr als zehn Minuten früher sollten es aber wenn möglich nicht sein. Genau wie die passende Bekleidung ist bei den Damen das Make up ganz entscheidend. Hier gilt: weniger ist mehr. Gegen ein natürliches Tages Make up ist sicher nichts einzuwenden; auf grell geschminkte Lippen oder Augen sollte aber besser verzichtet werden. Auch zu viel Schmuck oder ein aufdringliches Parfum wirkt oft billig. Tattoos oder Piercings sollten wenn möglich verdeckt sein, da Arbeitgeber diese in der Regel nicht gerne sehen. Grundvoraussetzung ist natürlich auch eine ausreichende Körperhygiene; keinesfalls sollten Sie mit Mund- oder Körpergeruch zum Vorstellungsgespräch erscheinen. Auch bei einem Vorstellungsgespräch muss die Chemie zwischen Arbeitgeber und eventuellem zukünftigen Arbeitnehmer passen. Nichtsdestotrotz können Sie Einiges dafür tun, dass Sie den Job doch für sich ergattern, auch wenn Sie dem Chef vielleicht im ersten Augenblick nicht sympathisch sind. Freundlichkeit und Offenheit verstehen sich natürlich von selbst - dies fängt schon bei der Begrüßung an. Ein nicht zu lascher Händedruck verbunden mit einem offenen Lächeln kann Ihnen bereits erste Türen öffnen. Der Handschlag sollte übrigens vom Gegenüber, keinesfalls von Ihnen als Bewerber, ausgehen. Ihre Vorstellung sollte Vor- und Nachnamen beinhalten. Setzen Sie sich erst, nachdem Sie dazu aufgefordert wurden. Werden Ihnen Zigaretten oder alkoholische Getränke angeboten, sollten Sie diese immer ablehnen. Ein Glas Wasser wiederum kann bedenkenlos angenommen werden. Während des Vorstellungsgespräches sollten Sie auf eine ungezwungene, jedoch nicht zu lässige Körpersprache achten. Wer zu verklemmt herüberkommt, hat sicher keine Aussichten, die Stelle zu bekommen. Das Verschränken der Arme ist in der Regel ebenso wenig angebracht wie Kippeln mit dem Stuhl oder das Übereinanderschlagen der Beine. Vielmehr sollten Sie beide Beine fest auf den Boden stellen und dem Gegenüber interessiert in die Augen schauen. Alle bisherigen Ratschläge nützen jedoch nichts, wenn Sie während des Vorstellungsgespräches nicht die richtigen Worte finden. Achten sollten Sie auf eine klare und deutliche Aussprache; sehen Sie Ihrem Gegenüber in die Augen. Die Benutzung von zu viel Fremdwörtern sollten Sie vermeiden; dies wirkt schnell gekünstelt. Auch auf eine Umgangssprache sollten Sie wenn möglich verzichten; wählen Sie ihre Worte mit Bedacht und sprechen Sie nicht zu schnell. Eine Frage, welche mit Sicherheit auftauchen wird, ist, warum Sie sich gerade für diese Stelle interessieren. Diese Antwort sollten Sie sich bereits im Vorfeld genau überlegen, denn diese ist für den Arbeitgeber ganz entscheidend. Die Antwort "Weil ich keine andere Stelle bekommen habe" wäre natürlich von Grund auf falsch. Vielmehr sollten Sie den Chef davon überzeugen, dass Sie genau die/der Richtige für die zu besetzende Stelle sind; vielleicht, weil Sie bereits Erfahrung auf diesem Gebiet haben oder dies genau Ihr Traumjob ist. Ebenfalls gut kommt es bei Personalchefs an, wenn der Bewerber von sich aus Fragen zum Unternehmen beziehungsweise zu seinem zukünftigen Aufgabenbereich stellt. So signalisiert der Bewerber sein Interesse für das Unternehmen. Warum-Fragen sollten hier allerdings wenn möglich vermieden werden - sie könnten schnell als Kritik am Unternehmen gewertet werden; besser sind Wer- oder Was- Fragen. Natürlich sollte die erste Frage nicht die nach Gehalt oder zustehendem Urlaub sein. Die Fragen können übrigens von Ihnen im Vorfeld notiert werden; Unterlagen dabei zu haben, wirkt keineswegs unprofessionell, sondern hiermit wird eher Interesse am Job zum Ausdruck gebracht. Grundsätzlich empfiehlt es sich, zum Vorstellungsgespräch auch die Bewerbung noch einmal mitzubringen. Auch die Einladung des Arbeitgebers und mögliche Arbeitsproben können Sie gerne beim Gespräch dabei haben. Auch auf Fragen zu Ihrem Lebenslauf oder den Zeugnissen sollten Sie vorbereitet sein. Befinden sich Lücken in Ihrem Lebenslauf, sollten Sie diese plausibel erklären können. Ihr Gegenüber wird sicher Fragen zu Ihren früheren Arbeitgebern stellen und zu den Aufgabengebieten, welche Sie bisher zu bewältigen hatten. Ganz falsch wäre es in diesem Fall, über ihre ehemaligen Arbeitgeber herzuziehen oder diese schlecht zu machen. Vielmehr sollten Sie betonen, dass Ihnen die Arbeit bisher immer Spaß gemacht hat und Sie sich auf neue Aufgaben freuen. Loben Sie sich dabei aber nicht zu sehr und verfälschen Sie keine Tatsachen. Erfinden Sie Geschichten, wird dies spätestens dann herauskommen, wenn Sie Ihre Traumstelle tatsächlich bekommen haben. Auch holen manche Arbeitgeber bereits vor dem Vorstellungsgespräch Informationen bei Ihren ehemaligen Arbeitgebern oder Lehrern ein; Vorsicht ist also geboten. Eine weitere beliebte Frage von Peronalchefs ist die, wie Sie sich Ihre Zukunft vorstellen. Eine mögliche Frage könnte lauten: "Wo wollen Sie in fünf Jahren stehen?" Auch diese Antwort ist ganz entscheidend für den weiteren Verlauf des Gesprächs. Der Arbeitgeber möchte so herausfinden, ob Sie Perspektiven für Ihre Zukunft haben und gut planen können. Ein klares Ziel zu haben, ist hier ganz wichtig. Darüber hinaus wird der Arbeitgeber sicher noch zahlreiche andere Fragen stellen, auf welche man sich aber meist problemlos vorbereiten kann. So wird er möglicherweise in Erfahrung bringen wollen, warum Sie im Moment arbeitslos sind, warum Ihr letztes Beschäftigungsverhältnis gekündigt wurde oder bei welchen anderen Unternehmen Sie sich noch beworben haben. Auf alle diese Fragen sollten Sie wenn möglich wahrheitsgemäß antworten. Immer von Vorteil ist es, sich bereits vor dem Vorstellungsgespräch über die Firma zu informieren und dieses Insiderwissen während des Gespräches einfließen zu lassen. Damit punkten Sie garantiert bei dem möglichen künftigen Arbeitgeber. Vielleicht haben Sie sogar einige Verbesserungsvorschläge oder Neuerungen in petto. Eine ganz prekäre Frage ist die nach der Gehaltsvorstellung. Hier sollten Sie wahrheitsgemäß antworten und Ihre Vorstellungen offenbaren. Gut ist es, sich vorher nach branchenüblichen Gehältern zu informieren und von diesen nicht zu weit abzuweichen. Immerhin werden heutzutage etwa ein Drittel aller Bewerber aufgrund zu hoher Gehaltsvorstellungen abgelehnt. Im Zweifelsfall sollte man lieber seine Vorstellungen etwas heruntersetzen. Fragen nach einer bestehenden Schwangerschaft, sexuellen Neigungen, Religions- oder Parteizugehörigkeit oder Kinderwunsch werden von seriösen Arbeitgebern eher nicht kommen. Tauchen diese dennoch auf, müssen sie von Ihnen nicht beantwortet werden. Vielmehr sollten Sie in dieser Situation kontern, ob dies denn Einfluss auf den Job hat. Nach einem Vorstellungsgespräch wird der Personalchef Sie meist mit den Worten "Wir melden uns bei Ihnen" entlassen: Nun heißt es Hoffen und Bangen, ob Sie den Arbeitgeber von sich überzeugen konnten. 

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Den ersten Fuss in der Tür
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