Karriere Logo von der-perfekte-weg.de Startseite News Bewerbungsratgeber Karriere Weiterbildung Berufsstart Gehalt Stellenbörse Networking Green Card Selbstmanagement © der-perfekte-weg.de 2010 Das Vorstellungsgespräch: Viele Fragen, gute Antworten - Teil 2 11. »Wie ist Ihr Führungsstil?« Sie sollten genug über die Firma wissen, um sicher zu sein, dass Ihr Führungsstil zum Unternehmen passen wird. Typische Führungsstile sind: Autoritär/hierarchisch (»Ich gebe Anweisungen und verteile Aufgaben«), demokratisch/kooperativ (»Ich beziehe Mitarbeiter in Entscheidungsprozesse ein, motiviere, habe immer eine offene Tür«) und der Laissez-faire-Führungsstil (»Ich lasse Mitarbeitern viele Freiheiten, greife selten ein«). Daneben gibt es noch den situativen Führungsstil, der je nach Situation und Mitarbeiter einen Kompromiss zwischen aufgaben- und personenbezogener Führung bildet: Von »Ansagen« über »Verkaufen« und »Beteiligen« bis hin zur Delegation. Der kooperative und der situative Führungsstil werden heute in den meisten Unternehmen bevorzugt. Ein Laissez-faire-Führungsstil ist nahezu ausschließlich in Kreativ-Firmen – wie etwa Werbeagenturen – erfolgreich. Sie sollten sich hier nicht verstellen: Ihr ureigener Führungsstil muss »passen«, sonst werden Sie später im Unternehmen nicht erfolgreich und zufrieden arbeiten können! 12. »Sind Sie eine gute Führungskraft? Können Sie mir Beispiele nennen? Glauben Sie, das Potential zum Topmanagement zu haben?« Antworten Sie sachbezogen und im Hinblick auf bisher erzielte Erfolge. Nennen Sie Beispiele aus Ihrer bisherigen beruflichen Karriere. Betonen Sie dabei Ihre Erfahrung und Motivation. 13. »Auf was achten Sie bei der Einstellung von Mitarbeitern?« Denken Sie in Begriffen wie Fähigkeiten und Kompetenzen, Initiative, Flexibilität und Teamfähigkeit. Erwähnen Sie, dass Sie Mitarbeiter bevorzugen, die »ausbaufähig« scheinen, weitere Aufgaben übernehmen und im Unternehmen »wachsen« können. 14. »Mussten Sie bereits einmal Mitarbeiter entlassen? Aus welchem Grund? Wie sind Sie dabei vorgegangen?« Geben Sie ruhig zu, dass die Situation nicht angenehm war, Sie sie aber zufriedenstellend für das Unternehmen und – aus Ihrer Sicht – auch die Betroffenen handhaben konnten. Natürlich mögen Sie – wie jeder andere – unangenehme Aufgaben nicht sehr, aber Sie sind in der Lage, sie effizient und menschlich korrekt zu erledigen. 15. »Wo sehen Sie die schwierigsten Aufgaben für einen Manager bzw. eine Führungskraft?« Erwähnen Sie Planung, Ausführung und Kostenkontrolle. Die schwierigste Aufgabe ist es, Mitarbeiter dahin zu motivieren und anzuleiten, eine Aufgabe innerhalb des Zeit- und Kostenrahmens zu planen und erfolgreich durchzuführen. 16. »Welche wichtigen Trends sehen Sie in unserer Branche?« Sie sollten so gut vorbereitet sein, dass Sie zwei bis drei Trends nennen können, um Ihre gute Branchenkenntnis zu demonstrieren. Sie könnten zum Beispiel technologische Herausforderungen oder Möglichkeiten, die Markt-Situation oder sogar gesetzliche Anforderungen nennen, während Sie die Richtung herausarbeiten, in die das Unternehmen steuert. 17. »Warum möchten Sie sich verändern?« Antworten Sie kurz und prägnant, so ehrlich wie möglich, ohne sich selbst oder Ihren letzten Arbeitgeber in ein schlechtes Licht zu rücken. Sollte Ihre letzte Firma insolvent geworden sein oder schließen, dürfen Sie das erwähnen (allerdings nur, soweit das offiziell bereits bekannt ist). Ansonsten erläutern Sie die Gründe, die Sie selbst zum Wechsel veranlasst haben (und die Sie ja bereits in Ihrer Bewerbung genannt haben). Bleiben Sie positiv und erwähnen keinesfalls persönliche Probleme mit dem letzten Arbeitgeber. Ihr Gesprächspartner wird hartnäckiger nachfragen, insbesondere wenn Sie gekündigt wurden. Gehen Sie davon aus, dass Ihre Referenzen überprüft werden, erfinden Sie also keine »Geschichten«! Zur Not ist der Hinweis auf eine einvernehmliche Trennung immer noch besser als gar nichts zu sagen. 18. »Warum geben Sie alle Vergünstigungen und Vorteile Ihrer letzten Anstellung für einen neuen Job auf?« Erwähnen Sie, dass Sie das natürlich bedacht haben, aber deswegen keine Ängste entwickeln. Sie gehen ein kalkuliertes Risiko dafür ein, den »richtigen« und »passenden« Job für sich zu finden. Erwecken Sie niemals den Anschein, dass Ihnen persönliche Sicherheit wichtiger ist als der Erfolg im neuen Job! 19. »Was gefiel Ihnen in Ihrer letzten Position am besten? Was am wenigsten?« Antworten Sie vorsichtig und vor allem positiv. Beschreiben Sie deutlich mehr positive als negative Eigenschaften Ihrer letzten Stelle. Persönliche Probleme in der letzten Firma werden ausgeklammert! Wenn Sie Ihre letzte Position als »die Hölle auf Erden« beschreiben, wird Ihr Gegenüber sich fragen, warum Sie nicht viel früher gewechselt haben und möglicherweise Ihre Qualifikationen anzweifeln. 20. »Wie denken Sie über Ihren (letzten) Chef?« Antworten Sie so positiv, wie Sie nur können – ohne zu übertreiben. Ein möglicher neuer Chef wird sich immer Gedanken darüber machen, wie Sie nach einem Ausscheiden aus der Firma wohl über ihn reden werden. 22. »Warum verdienen Sie in Ihrem Alter nicht mehr?« Erklären Sie, dass dies ein Grund dafür ist, dass Sie eine neue Stelle suchen. Lassen Sie sich nicht in die Defensive drängen. 22. »Was sollte man Ihrer Meinung nach in dieser Position verdienen?« Die Gehaltsfrage ist ein delikates Thema. Wir schlagen vor, dass Sie – solange es möglich ist, ohne unhöflich zu werden – keine konkrete Zahl nennen. Sie könnten zum Beispiel antworten: »Nach meinen Recherchen ist ein Gehalt von … bis … für diese Position üblich. Das scheint mir für die Stellenbeschreibung, wie ich sie verstehe, angemessen.« Oder Sie antworten mit einer Gegenfrage: »Vielleicht können Sie mir da weiterhelfen. Können Sie mir sagen, in welchem Bereich vergleichbare Positionen in Ihrem Unternehmen dotiert sind?« Werden Sie bereits im Stellenangebot aufgefordert, eine Gehaltsvorstellung anzugeben, können Sie beispielsweise antworten, dass Sie erst mehr über die mit der Position verbundenen Verpflichtungen und Verantwortungsbereiche erfahren möchten, ehe Sie dazu eine aussagefähige Antwort geben können. Sollte für die Position ein allgemein anerkannter Gehaltsspiegel existieren oder Zahlung nach Tarif angeboten werden und Sie sind damit zufrieden, dürfen Sie natürlich auch sagen, dass Sie mit dem »üblichen« oder »tariflichen« Gehalt einverstanden sind. Falls Ihr Gegenüber weiter nachhakt, könnten Sie antworten: »Sie wissen, dass ich derzeit … verdiene. Natürlich möchte ich – wie wohl jeder – dieses Gehalt gerne verbessern, aber mein Hauptinteresse ist die Stelle selbst.« Denken Sie daran, dass die Tatsache eines Stellenwechsels nicht in sich bereits ein höheres Gehalt begründet. Sie werden immer noch nach einer genauen Gehaltsvorstellung gefragt? Dann müssen Sie nun wohl oder übel mit einer Zahl herausrücken. Sie können nicht den Eindruck entstehen lassen, die Bezahlung sei Ihnen egal. Wenn Sie vorher € 90.000 im Jahr verdient haben und nun nur noch € 35.000 verdienen sollen, ist das allenfalls bei einem radikalen Wechsel des Berufs oder aus der Arbeitslosigkeit heraus denkbar, ansonsten vergeben Sie sich etwas. Verkaufen Sie sich nicht zu billig, aber betonen Sie immer wieder, dass Ihnen der Job an sich das Wichtigste ist. Manche Personaler möchten nur herausfinden, wieviel Ihnen wirklich an der Stelle liegt. Versuchen Sie immer, die Gehaltsverhandlung bis zum Ende des Vorstellungsgesprächs aufzuschieben. Bei Führungspositionen ist es sogar üblich, dass das Thema überhaupt erst beim zweiten Vorstellungsgespräch angeschnitten wird. Zu diesem Zeitpunkt wissen Sie, dass die Firma ernsthaft an Ihnen Interesse hat – und folglich auch nachgiebiger bei der Gehaltsverhandlung sein wird. 23. »Was sind Ihre langfristigen Ziele?« Antworten Sie nicht: »Den Job zu bekommen.« oder »Ein Haus bauen.« Denken Sie aus Sicht des Unternehmens und besinnen Sie sich auf Ihre ursprünglichen Gründe, sich bei dieser Firma zu bewerben. Ideal ist es, wenn Sie Ihre Antwort mit ähnlichen, bereits erreichten Erfolgen aus Ihrer Karriere verknüpfen können und zum Beispiel antworten: »In einem Unternehmen wie dem Ihren würde ich gerne den Export ins europäische Ausland ausbauen.« 24. »Wie erfolgreich waren Sie bisher?« Antworten Sie, dass Sie – alles in allem – bisher zufrieden mit dem Verlauf Ihrer Karriere sind. Natürlich gibt es immer Höhen und Tiefen im Leben, aber Sie haben keine Beschwerden und glauben, dass Sie sich gut geschlagen haben. Präsentieren Sie ein positives und selbstsicheres Bild von sich, aber übertreiben Sie nicht. Übertreibungen wie »Es ging mir noch nie so gut, alles ist prima!« lassen Ihren Gesprächspartner vermuten, Sie spielten ihm etwas vor. Oder gar sich selbst. Am überzeugendsten wirkt es, wenn Sie ruhig bleiben und Selbstsicherheit ausstrahlen. Impressum Datenschutz Kontakt Links
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