Karriereratgeber:
So starten Sie richtig in den Job
Sie haben eine Ausbildungsplatz „ergattert“ und wollen jetzt so richtig durchstarten? Damit Ihre Karriere auch in den
richtigen Bahnen verläuft, gibt es einiges zu beachten. Eine Berufsausbildung bedeutet schließlich nicht nur, dass Sie
nun Ihr eigenes Geld verdienen, als Auszubildender sind Sie ein Teil des Unternehmens für das Sie arbeiten und sind
zusammen mit Ihren Kollegen für die Erfolge und die Misserfolge im Betrieb mitverantwortlich. Damit Ihre
Ausbildungszeit reibungslos abläuft, sollten Sie sowohl über Ihre Pflichten als auch Ihre Rechte Bescheid wissen.
Als Auszubildender erhalten Sie von Ihrem Betrieb einen Lohn. Im Gegenzug dazu erwartet Ihre Firma von Ihnen, dass
Sie sich in der Praxis im Betrieb und bei der Theorie
in der Berufsschule anstrengen. Doch was heißt das
genau? Was wird von Ihnen erwartet und wie sollten
Sie sich verhalten?
Zuerst einmal sollten Sie sich Ihrem Chef und auch
den Kollegen gegenüber immer höflich und
freundlich verhalten. Bedenken Sie, dass Sie nicht
auf einer Ebene mit Ihrem Chef stehen. Anders als
noch Ihre Mitschüler in der Schule, stellt Ihr
Ausbilder eine Respektperson dar, der gegenüber Sie
sich entsprechend zu verhalten haben. Dazu
gehören schon eine ordentliche Begrüßung am
Morgen, sowie eine freundliche Verabschiedung zum
Feierabend. Merken Sie sich möglichst schnell die
Namen Ihrer Kollegen und vor allem von Chefs und
Abteilungsleitern und sprechen Sie alle mit den
richtigen Namen an und Siezen Sie sie, außer
jemand bietet Ihnen das „Du“ an. Außerdem sollten
Sie in Gesprächen darauf achten, Ihrem Gesprächspartner respektvoll gegenüber zu treten. Wenn Ihr Chef mit Ihnen
redet, sollten Sie ihm gut zuhören und ihn nicht unterbrechen. Denken Sie daran, Ihr Vorgesetzter ist nicht Ihr Kumpel
wie Ihr Sitznachbar in der Schule. Behandeln Sie Kollegen und Vorgesetzte mit Respekt.
Erscheinen Sie morgens pünktlich und fit. Vor allem in den ersten Monaten, der Probezeit, sollten Sie sich kein
Zuspätkommen erlauben. In der Probezeit kann Ihnen das Unternehmen jederzeit kündigen, wenn es das Gefühl hat,
Sie passen nicht zum Team. Zeigen Sie sich also von Ihrer besten Seite. Das schließt auch eine angemessene Kleidung
mit ein.
Anders als in der Schule können Sie auf der Arbeit oft nicht anziehen, was Sie möchten. Je nach Beruf wird
unterschiedliche Kleidung erwartet. In einigen Berufen, wie zum Beispiel in der Hotellerie, erhalten Sie vielleicht eine
Uniform oder konkrete Kleidungsvorgaben. Arbeiten Sie in einer Bank, wird von Ihnen erwartet, dass Sie in Anzug oder
Kostüm erscheinen. Jeans und T-Shirt sind hier unangebracht. Bei einem handwerklichen Beruf sieht das natürlich
anders aus. Hier können Jeans und Shirt oder ein Blaumann gefordert sein. Richten Sie sich in Ihrer Kleidung am
besten nach Ihren Kollegen. Schauen Sie, was die so anziehen und tun Sie es Ihnen gleich. Dann können Sie nicht viel
falsch machen.
Neben der falschen Kleidung gibt es jedoch auch noch andere Stolperfallen. So sollten Sie je nach Beruf kein Kaugummi
während Ihrer Arbeitszeit kauen, Ihr Handy eventuell lautlos stellen oder ganz ausschalten und auch Ihren mp3-Player
wegpacken. Auch in Bezug auf Essen, Trinken und Pausen sollten Sie auf das Verhalten Ihrer Kollegen achten. Darf
während der Arbeit gegessen werden? Wann und wie lange ist die Mittagspause und wie oft können Sie zwischendurch
eine Pause machen? Ihr Arbeitgeber bezahlt Sie für Ihre Arbeitszeit, daher sollten Sie nicht einfach Pausen machen,
wann es Ihnen gefällt. In einigen Betrieben wird dies etwas lockerer gesehen als in anderen, aber dennoch sollten Sie
diese „Lockerheit“ nicht ausnutzen. Wenn Sie zu viele Pausen machen oder gar einfach Ihren Arbeitsplatz verlassen
ohne Bescheid zu geben, werden Sie schnell als faul abgestempelt und das kann das Arbeitsklima und Ihre Chancen auf
Übernahme nach der Berufsausbildung verringern. Achten Sie also darauf, wie diese Dinge in Ihrem Betrieb geregelt
sind. Wenn Sie unsicher sind, wie Sie sich verhalten sollen, fragen Sie einfach einen Kollegen oder auch Ihren Ausbilder.
Doch neben diesen Pflichten und Verhaltensregeln haben Sie natürlich auch Rechte.
Dazu gehört auch das Recht auf Pausen und Jahresurlaub. Der Urlaub sollte in Ihrem Ausbildungsvertrag festgehalten
sein. Er kann abhängig von Ihrem Alter bis zu 30 Tage betragen. Meist kann man während der Probezeit keinen Urlaub
nehmen. Und auch danach sollten Sie Ihren Urlaub langfristig planen und mit Ihrem Chef absprechen.
Während der Ausbildung sind Sie zudem berufsschulpflichtig. Das bedeutet, dass Sie eine vorgeschriebene Anzahl an
Tagen in der Woche in der Berufsschule sein müssen. Ihr Chef kann also nicht von Ihnen verlangen, dass Sie einen
Berufsschultag ausfallen lassen, um im Unternehmen zu helfen. Ebenso muss Ihr Betrieb Ihnen während der
Ausbildungszeit die Möglichkeit bieten Ihr Berichtsheft zu führen. Dieses gilt als Nachweis dessen, was Sie bereits
gelernt haben. Es stellt sicher, dass Ihr Betrieb Ihnen alle nötigen Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt, die Sie für die
Prüfung am Ende der Berufsausbildung besitzen müssen.
Machen Sie sich bewusst, dass Sie nicht länger in der Schule sind, wo es Ihnen nahezu selbst überlassen war, wie Sie
sich verhalten und wie viel Sie an Energie investieren. In einem Unternehmen müssen Sie sich noch mehr für Ihr
Handeln verantworten. Sie können sich nicht einfach vor Aufgaben drücken oder hoffen, dass niemandem auffällt, wenn
Sie eine Aufgabe nicht ordnungsgemäß erledigen. Denken Sie daran, dass ein Unternehmen nur dann erfolgreich sein
kann, wenn alle Mitarbeiter sich für diesen Erfolg einsetzen. Seien Sie ein guter Teamplayer und strengen Sie sich
immer an, dann werden Sie auch die Anerkennung und den Respekt von Ihren Kollegen und Ihrem Ausbildern
bekommen, die Sie verdienen.
Geben Sie Ihr Bestes, dann steht dem Erfolg Ihrer Berufsausbildung und einer gelungenen Karriere nichts mehr im
Weg!
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